Rundum Judentum | Valérie Rhein
Workshops – Referate – Texte

Aktuell



Frauen, Judentum, Basel: eine Spurensuche

Stadtrundgang für Gruppen bis 15 Personen; 90 Minuten; CHF 300

Sind Sie der sitzenden Dame mit der steinernen Tafel im Arm schon einmal begegnet, deren Gemälde die Rathaus-Fassade schmückt? Sie erzählt ein Stück Basler Geschichte aus dem 16. Jahrhundert. Oder kennen Sie das ungewöhnliche Geschenk, das die Teilnehmerinnen des zweiten Zionistenkongresses von 1898 im Saal des Stadtcasinos einst erhalten haben? Der Stadtrundgang vermittelt zudem Einblicke in drei Schicksale jüdischer Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Outdoor-Tour mit sechs Stationen beginnt am Bahnhof SBB und führt in eineinhalb Stunden zum Petersplatz.

Weitere Informationen und Buchung (Online-Formular)


Frau, wie hast du's mit der Musik?

Feministisch-interreligiöses Gespräch im Rahmen der Woche der Religionen, November 2021, Basel.

Musik öffnet Welten – auch im interreligiösen Gespräch von Frauen. Dieser Abend nimmt uns mit auf eine Reise in die musikalische Welt der Anderen. Eine Jüdin, eine Muslimin und eine Christin erzählen sich gegenseitig, von welcher religiöser Musik sie geprägt wurden und was passiert, wenn wir den Blick für Gender-Fragen schärfen. Welche Bedeutung hat die weibliche Stimme in den jeweiligen Religionen? Welche Texte können wir singen, aber nicht sprechen? Welche musikalischen Traditionen werden in unserer Zeit auch von Frauen neu entdeckt? Und gibt es neben Sufi-Rock, Tora-Rezitationen und Kirchenchormusik auch Klänge, mit denen wir uns gegenseitig beeinflusst haben?

Mit Sozan Mohebbi-Rasuli, Historikerin und Islamwissenschaftlerin; Monika Hungerbühler, katholische Theologin; Valérie Rhein, Judaistin. Moderation: Tania Oldenhage, Studienleiterin Forum für Zeitfragen.


Rückblick

Zwischen Konvention und Innovation: Auf den Spuren von Nechama Leibowitz

Vortrag; Dienstag, 27. April 2021, 19.30 Uhr, online

Gegensätze ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leben von Nechama Leibowitz (1905–1997). Sie gilt als eine Wegbereiterin für die Toragelehrsamkeit von Frauen, identifizierte sich aber nicht mit dem Feminismus. Sie war eine promovierte Bibelwissenschafterin, entwickelte ihre eigene Unterrichtsmethode jedoch als Privatgelehrte abseits der Universität. Erst im Alter von 63 Jahren erhielt sie eine ordentliche Professur an der Universität Tel Aviv. Sie war eine angesehene Forscherin und Kommentatorin und wird als Gelehrte gleichermassen von Männern wie von Frauen geschätzt. Wer war Nechama Leibowitz? Wie lehrte und wie kommentierte sie die Tora? Unter Einbezug ihres Kommentars zum Tora-Wochenabschnitt «Emor» (Wajikra/Levitikus 21,1–24,23) begeben wir uns auf eine Reise und Spurensuche des Lebens und des Werkes einer aussergewöhnlichen Frau.

Programm-Flyer; Veranstalter: IGB, JCA, Migwan, Ofek


Emanzipation und Erziehung: jüdische und säkulare Bildung

Ringvorlesung «Religionen in der Moderne», Zentrum Religionsforschung der Universität Luzern, 31. März 2021, 17.15 Uhr (online)

Tradition und Moderne miteinander verbinden: Das wollten junge jüdische Intellektuelle zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der «Wissenschaft des Judentums» im Kontext der Haskala, der jüdischen Aufklärung. Prägend für die jüdische und säkulare Bildung war damals auch die Einführung der allgemeinen Schulpflicht, die in Europa schrittweise Einzug hielt. Denn parallel zum Grundschulbesuch eröffnete sie den Frauen Zugang zu jüdischem Wissen, das ihnen bisher weitgehend verwehrt war – eine Entwicklung, die im 20. Jahrhundert schliesslich zur rabbinischen Ordination von Frauen führte.

Flyer Ringvorlesung «Religionen in der Moderne»


Diskriminierung und Religion

Update Religion Online: Donnerstag, 14. Januar 2021, 19 Uhr (online)

Diskriminierung hat viele Gründe. Religiöse Zugehörigkeit ist einer davon. Darüber zu sprechen, ist nicht immer einfach, besonders wenn Menschen verschiedener Religionen zusammenkommen. Umso wichtiger ist es, dass Erfahrungen und Analysen von Diskriminierung gerade im interreligiösen Dialog zum Thema werden. Das Gespräch beginnt mit Voten von Lilo Roost Vischer, Valérie Rhein und Ali Sonay. Der Anlass findet via Zoom online statt und ist für alle offen, die am interreligiösen Dialog interessiert sind.

Anmeldung und weitere Informationen: www.religionen-lokal.ch; Programmflyer (PDF)


Tradition und Innovation: das eine tun und das andere nicht lassen 

Schiur-Serie «Textwerkstatt Mann & Frau im Judentum» 

Im Schiur mit Michael Kohn, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Bern, geht es um Rollenbilder, Texte aus der jüdischen Tradition und neue Argumentationen zum Geschlechterverhältnis im Judentum. Dieses Mal mit Dr. Valérie Rhein im Gespräch über «Tradition und Innovation: das eine tun und das andere nicht lassen». 

Mittwoch, 13. Mai 2020, 19 Uhr (online), Haus der Religionen Bern



«Schöpfung und Ökologie»

Interreligiöses Gespräch im Rahmen der Woche der Religionen, gemeinsam mit Amira Hafner-Al Jabaji und Dr. Doris Strahm, Moderation Sibylle Erhardt

Mittwoch, 6. November 2019, 19.30 Uhr, Elisabethenstrasse 10 (Kapelle im Pfarrhaus), Basel

In vielen Religionen wird die Erde als Gottes Schöpfung angeschaut und uns Menschen zur Sorge anvertraut. Welchen Beitrag könnten und müssten die Religionsgemeinschaften zum Schutz der Umwelt leisten? Was tun sie bereits? Was tragen sie bei, um angesichts des Klimawandels neue Wege einzuschlagen und eine Haltung des Respekts gegenüber der Schöpfung einzuüben? Was hindert uns, das Notwendige zu tun?

 Veranstalter: Forum für Zeitfragen, Offene Kirche Elisabethen, in Kooperation mit: Interreligiöser Think-Tank, Fachstelle für Genderfragen und Erwachsenenbildung, Katholischer Frauenbund, religionen_lokal; Programmflyer


Koran und Thora feministisch gelesen

25. September 2019, 19 bis 21 Uhr, im Zwinglihaus

Wie lesen und interpretieren Frauen den Koran und die Thora? Wie gestalten sich gelechtergerechte Zugänge zu den beiden Schriften? Gibt es in Islam und Judentum überhaupt eine Koran- und eine Thoraexegese, die sich Frauenrechten und Geschlechtergerechtigkeit annimmt? Diese Fragen stehen im Zentrum des zweiteiligen Kurses. Am ersten Abend vom 10. September beschäftigt sich Sozan Mohebbi-Rasuli mit diesen Fragen aus der Sicht des Islams. Am zweiten Abend führt Dr. Valérie Rhein ins Thema aus der Sicht des Judentums ein.

Veranstalter: religionen_lokal; Christlich-Jüdische Projekte, Forum für Zeitfragen, Basler Muslim Kommission