Rundum Judentum | Valérie Rhein
Workshops – Referate – Texte


«Wer sich mit dem Judentum zu befassen beginnt, mag überrascht sein ob der vielstimmigen Diskussionskultur und Meinungsvielfalt: Die Gelehrten des Talmuds betrachten Themen aus allen möglichen Perspektiven, stellen Aussagen in Frage und überliefern auch Widersprüchliches. Diese Offenheit und Vielfalt fasziniert mich. Die Auseinandersetzung mit biblischen und rabbinischen Texten beinhaltet ein Eintauchen in diese Vielstimmigkeit. Aber auch Betrachtungen aus dem Hier und Jetzt.»


Valérie Rhein

Als Judaistin seit den 1990er-Jahren referierend und schreibend unterwegs. Zu den Schwerpunkten gehören jüdischer Pluralismus, die Religionspraxis der jüdischen Frau in Antike und Gegenwart, Feminismus im modern-orthodoxen Judentum des 20. und 21. Jahrhunderts, interreligiöser Dialog oder die Bedeutung des Tora-Studiums in Geschichte und Gegenwart.


Stationen

Seit 2019
Lehrauftrag
an der Universität Luzern, Religionspädagogisches Institut RPI der Theologischen Fakultät; Kurs «Weltreligionen», Einführung ins Judentum

Seit 2018
Begleitgruppe «religionen_lokal» (Forum für Zeitfragen, Basel)

2016
Dissertation am Institut für Judaistik der Universität Bern bei Prof. Dr. René Bloch und Prof. Dr. Silvia Schroer zum Thema «Die Religionspraxis der jüdischen Frau im Spannungsfeld zwischen Halacha und sozialer Konvention» (>> Online-Version)


2011
Verleihung des Tekumah-Preises für das Engagement im Verein Ofek (s. unten) und in der Israelitischen Gemeinde Basel

2007–2010
Wissenschaftliche Mitarbeit im Nationalen Forschungsprogramm NFP 58 «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft»; Teilprojekt «Schweizer Judentum im Wandel»

2008
Abschluss in jüdischen Studien, Universität Basel (Nebenfach; Ergänzung des Lizentiats)

2002/03
Studienjahr bei «Paideia – The European Institute for Jewish Studies in Sweden», Stockholm

2001
Mitgründung und bis 2005 Co-Leitung der jährlichen schweizerischen Lerntagung «Jom Ijun» (>> Video aus Anlass des 20-jährigen Jubiäums), basierend auf dem «Limmud Festival»

1998
Mitgründung des jüdisch-pluralistischen Vereins Ofek; Präsidentin 2000 bis 2009

1999
Co-Autorin der Publikation «Geschichten aus der Empore. Auf den Spuren jüdischer Frauen in Basel», Bern 1999 (Verein Frauenstadtrundgang Basel)

1992
Lizentiat in Germanistik und Geschichte an der Universität Basel. Lizentiatsarbeit zum Thema «Jiddische Literatur für die jüdische Frau. Handschriften und Drucke aus dem späten Mittelalter und dem 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert»